FH OberösterreichForschung & Entwicklung

ASiC

Nutzung von Hydratationswärme und Solarenergie bei der Betonfertigteilproduktion (HYDRASOL)

Weltweit erstmalige Nutzung der Hydratationswärme zur Reduzierung des Energiebedarfs


Projektlaufzeit:
01/2015 - 12/2016

Projektpartner:
FRANZ OBERNDORFER GmbH & Co KG
Smart Minerals GmbH

Fördergeber:
Klima- und Energiefonds, FFG

Förderprogramm:
Energieforschung (e!MISSION)

Synopsis: Im Projekt HYDRASOL wird anhand von Messungen und Versuchen das Verhalten einer Produktionslinie für Beton-Fertigbauteile im Pilotstadium beforscht. Ziel ist es durch die weltweit erstmalige Nutzung der Hydratationswärme (Wärmeentwicklung durch chemische Reaktion von Wasser und Zement) den Energiebedarf erheblich zu reduzieren und das Temperaturniveau zu senken um thermische Solarenergie einbinden zu können. Die auf Grundlage der Forschungsergebnisse optimierte Fertigteil-Produktionslinie dient als Basis um mit Simulationen die Einbindung von solarthermischer Energiegewinnung zu untersuchen. Für den Export der Technologie in sonnenreichere Länder wird anhand von Simulationen versucht die dort notwendige Kühlung ebenfalls solarthermisch zu decken.

Problem: Die Betonkühlung bzw. -erwärmung hat in der Betonfertigteilproduktion eine große Bedeutung. In Mittel- und Nordeuropa spielt die Betonerwärmung die größere Rolle, in südlichen Ländern wie Türkei, VAE, Saudi-Arabien sowie bei z.B. Staudammprojekten oder „Weißen Wannen“ ist eine Herstellung von Qualitätsbeton ohne Kühlung fast undenkbar.


Die Oberndorfer Werke produzieren an den Standorten Wöllersdorf, Herzogenburg, Gunskirchen, Grosswilfersdorf, Radfeld und Völkermarkt vorgespannte Hohldielendecken in unterschiedlichen Bauhöhen. Durch die Umstellung des Produktionsprozesses am Standort Wöllersdorf, in Folge eines firmenintern durchgeführten Entwicklungsprozesses, soll hier künftig bis zu 90% weniger Energie für das Abbinden bzw. die Aushärtung im Bereich der Hohldielenproduktion verbraucht werden.


Dieses Ziel soll durch die weltweit erstmalige Nutzung der Hydratationswärme (Wärmeentwicklung durch chemische Reaktion von Wasser und Zement) und die Einbindung von thermischer Solarenergie in den Prozess erreicht werden. Die Nutzung der Hydratationswärme senkt den Energiebedarf, reduziert das Temperaturniveau und macht so auch noch die Nutzung von solarthermischer Energie möglich.

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