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ESRIUM intelligente Straßeninfrastruktur zur Erhöhung der Verkehrssicherheit

Das im Dezember 2020 gestartete, dreijährige EU-Projekt ESRIUM setzt sich für eine umweltfreundlichere und intelligentere Straßennutzung und -instandhaltung ein und erhöht auf diese Weise die Verkehrssicherheit. Expert*innen aus Forschung und Wirtschaft haben es sich zum Ziel gesetzt, genaue, digitale Karten von Straßenoberflächenschäden und Straßenverschleiß zu entwickeln. Neben dem Logistikum der FH OÖ am Campus Steyr sind auch die steirische Forschungsgesellschaft Joanneum Research sowie finnische, italienische, spanische und ungarische Partner am Projekt beteiligt.

Zentimetergenaue Straßenzustandskarte

Mittels unterschiedlichster Sensoren werden Straßenoberflächen auf Autobahnen und Schnellstraßen untersucht, um frühzeitig möglicherweise auftretende Straßenschäden wie kleine Risse, beginnende Spurrinnen oder Schlaglöcher und andere Unebenheiten zu erfassen – also noch bevor sie zu einem Sicherheitsrisiko werden. Basierend auf den gesammelten Daten wird eine detailgetreue Straßenzustandskarte erstellt, in der diese beginnenden Straßenbeeinträchtigungen in zentimetergenauer Auflösung enthalten sind. Mittels standardisierter Nachrichten werden zielgerichtete Informationen (Spurvariationsempfehlungen, Positionskorrekturdaten, etc.) an vernetzte Fahrzeuge geschickt. In Anbetracht der Markteinführung von teilautomatisierten LKW-Flotten kann die genaue Spur dieser Fahrzeuge durch die Kommunikation von präzisen Routing-Empfehlungen innerhalb und außerhalb der Fahrspur angepasst werden. Möglich ist dies, da die ASFINAG europaweit die erste Straßenbetreiberin ist, die ein solches System für den ständigen und direkten Austausch von sicherheitsrelevanten Informationen zwischen Fahrzeugen und der Straße bereits ausrollt.

Transport- und Logistikmanagement an der FH OÖ

Das Team des Logistikums der FH OÖ rund um Wolfgang Schildorfer und Matthias Neubauer beschäftigt sich vor allem mit den Themen automatisiertes Fahren, Digitalisierung sowie Logistik-Informationssysteme im Bereich Transport- und Logistikmanagement. Das Logistikum arbeitet schon lange mit der ASFINAG, Virtual Vehicle Research GmbH oder JOANNEUM RESEARCH in Technologieprojekten zusammen (z. B. Connecting Austria, Spurvariation, DIGEST, COPE).

Vor allem die Integration von Vertreter*innen der Logistik in der frühen Phase derartiger Innovationsprojekte als auch in der Demonstration und Evaluierung von Prototypen sind besonders wichtig. Das Team des Logistikums der FH OÖ erhebt Anforderungen, evaluiert die Projektergebnisse und übersetzt diese für die unterschiedlichen Zielgruppen (Wirtschaft, Politik, Studierende).

Innovativ ist am Projekt … die kosteneffiziente und exakte Vermessung des Autobahnnetzes und die Ableitung von Vorhersagen für die Straßenerhaltung bzw. von Informationen für Verkehrsteilnehmer*innen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit.

Die Gesellschaft profitiert durch das Projekt … zum einen durch die Kosteneinsparung bei der Straßenerhaltung durch das frühzeitige Erkennen von Schäden an der Fahrbahnoberfläche. Zum anderen erhöht sich dadurch auch die Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer*innen.

Für dieses Forschungsanliegen braucht es ein europäisches Projekt … weil der Transportbereich und damit verbunden die notwendige Straßeninfrastruktur „fast“ keine Grenzen mehr kennen. Innovative Services wie die Nutzung des globalen Navigationssatellitensystems (GNSS) für die Erhöhung von Verkehrssicherheit via kooperativer intelligenter Transportsysteme (C-ITS) Nachrichten müssen von Beginn an in einer europäischen Dimension gedacht werden, um langfristig bei allen europäischen Straßenbetreibern eingesetzt werden zu können

Für mich persönlich ist an diesem Projekt besonders interessant … unsere aktive Rolle bei der inhaltlichen Gestaltung dieser innovativen Services für Autobahnbetreiber und Lkw Lenker*innen zum einen und am Projektende die Evaluierung der entwickelten Services. Somit kann die unmittelbare Wirkung von Innovation im Bereich des Transport- und Logistikmanagements gezeigt werden.

Noch Fragen zum Projekt?

Dr. Wolfgang Schildorfer
Projektleiter ESRIUM, FH OÖ, Campus Steyr
+43 5 0804 33297
Wolfgang.Schildorfer@fh-steyr.at

https://esrium.eu/

Sie können ESRIUM auf Linkedin und Twitter folgen, um über die nächsten Entwicklungen auf dem Laufenden zu bleiben.

Die Agentur für das Europäische GNSS stellt für dieses Projekt Fördermittel aus Horizon 2020, dem Forschungs- und Innovationsprogramm der Europäischen Union, bereit (Finanzhilfevereinbarung Nr. 101004181).

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