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Die Motorsäge auf dem Weg zur Nachhaltigkeit

E-Motoren sind zukunftsträchtige Modelle. Verbrennungsmotoren verschwinden aber nicht von heute auf morgen. Daher suchen Forscher*innen nach mittelfristigen Lösungen, um Emissionen in bestehenden Systemen zu reduzieren.

Für die Automobilindustrie wurden bereits einige Konzepte CO2-reduzierter Antriebssysteme entwickelt. Wie aber sieht es mit nachhaltigen Modellen für kraftstoffbetriebene Nischenprodukte wie handgehaltenen Arbeitsgeräten oder Zweirädern aus?

In einem vierjährigen COMET-Projekt unter der Führung der TU Graz forscht die FH OÖ mit Firmenpartnern und einem Gesamtprojektvolumen von 5,3 Mio. Euro an der Dekarbonisierung von Antriebssträngen kleiner Systeme. Der Fokus liegt auf speziellen, nicht-automotiven Anwendungsbereichen, die Eigenentwicklungen benötigen. In Vorgängerprojekten arbeiteten die Forscher*innen an der Reduzierung der Emissionen im realen Einsatzzyklus, nun nehmen sie die Anwendung von E-Fuels, also CO2-reduzierten Kraftstoffen, genauer unter die Lupe. „Wir untersuchen, ob und wie man bestehende Motoren mit solchen Kraftstoffen betreiben kann, und was sich motorenseitig oder auch steuerungstechnisch dafür ändern muss“, erklärt Simon Mayr, wissenschaftlicher Mitarbeiter der FH OÖ in Wels. Gemeinsam mit Kolleg*innen entwickelte der Automatisierungstechniker ein regelungstechnisches Verbrennungskraftmaschinen-Modell. Mit Hilfe von Algorithmen soll die Steuereinheit erkennen, welcher E-Kraftstoff getankt wurde und die Software zur Verbrennung entsprechend anpassen.

Bildquelle: Institute for Internal Combustion Engines and Thermodynamic, Graz University of Technology by Schmidt

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