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Netzspeicher-Technologie für erneuerbare Energie

Das EU-geförderte Forschungsprojekt CompStor – Competence Centre for Energy Storage ging mit einem ehrgeizigen Ziel an den Start: entwickelt werden sollten Gleichstrom-Batteriesysteme zur Speicherung von elektrischer Energie unter hoher Spannung.

„Um mehr erneuerbare Energie ins Stromnetz zu bekommen, braucht man auch mehr Speicher“, erklärt Projektleiter Peter Zeller. Pumpspeicher-Kraftwerke würden dafür nicht ausreichen, deshalb arbeiteten Welser Forscher*innen an der Integration von elektrochemischen Speichern. Solche Batteriesysteme existieren im Niederspannungsbereich schon, für Mittel- und Hochspannung aber nicht. Hier galt es aus der Sicht der Energieversorger anzusetzen, die Strom kostengünstig in hohen Leistungen von mehreren hundert Kilowatt speichern wollen. Transportiert man hohe Leistungen bei niedriger Spannung, wären äußerst dicke und daher (zu) teure Kupferleitungen nötig.

Unter dem Dach eines Interreg-Projektes fanden die FH Oberösterreich und das Technologiezentrum Energie der HAW im bayerischen Landshut zusammen. Allein die oberösterreichische Seite konnte dabei 2,2 Mio. Euro an Fördergeldern für drei Jahre lukrieren. 

Landshut steuerte die Expertise für die elektrochemischen Prozesse in der Batterie bei. Die Welser Kompetenz lag in der Systemtechnik und umfasste somit die Zusammenschaltung der einzelnen Batteriezellen, die Isolation, die Einhausung und die komplette Elektronik – samt der jeweils zugehörigen Mess- und Prüftechnik, für die Peter Zeller um rund 1,5 Mio. Euro ein neues Hochspannungslabor einrichten konnte. Letzterer wurde mit seinem Studiengang Electrical Engineering mit dem oberösterreichischen Cross Border Award für grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Bereich F&E gewürdigt.

Bildquelle: FH OÖ

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