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Erfolgreiche Forschungskooperation des Logistikum der FH OÖ mit der Harvard University, City University of Hong Kong und WU Wien

Die Internationalisierung des Logistikum der FH OÖ geht zügig voran. Eine Kooperation mit Forschern der renommierten Harvard University, City University of Hong Kong und der WU Wien zeigt vielversprechende Resultate. Die Ergebnisse des Forschungsprojektes werden im Dezember auf der International Conference of Information Systems 2013 in Mailand präsentiert.

Die Forschungspartnerschaft besteht aus Dr. Horst Treiblmaier, Professor für Forschung am Logistikum, Patrick Mair (Harvard University), Paul Benjamin Lowry (City University of Hong Kong) und Thomas Rusch (WU Wien). Das bereits seit einigen Jahren laufende Methodenprojekt beschäftigt sich mit der Frage, in welcher Form vor allem in der Psychologie häufig verwendete Messmodelle mit Namen Item Response Theory auch in den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften erfolgreich eingesetzt werden können.

Interdisziplinäre Forschung führt zu Win-Win Situation

Der Einsatz empirischer Verfahren in den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften hat in den vergangenen Jahrzehnten mit der Methodenentwicklung in der Statistik und Psychologie nicht Schritt gehalten. Vielfach werden statistische Verfahren ausschließlich deswegen verwendet, weil die jeweiligen ForscherInnen mit ihnen vertraut sind. Dieser im Englischen als „Lock-In“ bezeichnete Effekt findet sich in vielen Bereichen des Lebens, wobei sich gerade in der Wissenschaft die negativen Auswirkungen besonders deutlich zeigen. Dazu kommt, dass die publizierten Methodenfortschritte im Wesentlichen auf wenige spezielle Journale beschränkt bleiben, die für die Mehrheit der anwendungsorientierten Forscher kaum verständlich sind.

Diese interdisziplinäre Kooperation hat demzufolge zum Ziel, alternative Modelle und Verfahren anhand praktischer Anwendungen einem rigorosen Praxistest zu unterziehen und auf ihre Tauglichkeit im täglichen Einsatz zu prüfen. Ein erster Erfolg dieser Zusammenarbeit ist die Publikation auf der International Conference of Information Systems (ICIS) 2013, der mit einer Annahmerate von 10-20% prestigeträchtigsten Konferenz der Association of Information Systems (AIS).

Innovative Messmodelle ermöglichen neue Erkenntnisse

Item Response Modelle sind vor allem in der Psychologie seit Jahrzehnten bekannt und werden dort häufig zur Messung von Fähigkeiten von Probanden herangezogen. Trotz zahlreicher Vorteile im Vergleich zur sogenannten klassischen Testtheorie werden diese Modelle in den meisten sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Disziplinen aber eher Forschern der renommierten Harvard University, City University of Hong Kong und der WU Wien einer empirischen Untersuchung, dass die Item Response Theorie mehr als nur eine Alternative zur klassischen Testtheorie darstellt und zahlreiche Vorteile gegenüber den gemeinhin verwendeten Verfahren bietet. Dr. Treiblmaier wird seine Erkenntnisse aus dieser Forschungspartnerschaft in weiterer Folge auch im Zusammenhang mit komplexen Supply Chain Management Projekten anwenden.

Über das Logistikum:

Das Logistikum in Steyr ist die Forschungs- und Bildungseinrichtung der FH OÖ im Bereich Logistik und Unternehmensnetzwerke und bietet Studierenden aktuelle Studieninhalte mit Praxisbezug und hervorragenden Jobaussichten. Das Logistikum wurde 2006 ins Leben gerufen und arbeitet seither laufend auch mit vielen Unternehmen zur Steigerung ihrer Logistikkompetenz zusammen. Rund 300 Studierende, 45 wissenschaftliche MitarbeiterInnen und ProfessorInnen und etwa 60 LektorInnen ermöglichen den Kooperationspartnern durch gemeinsame Forschungsprojekte Zugang zu Expertise. Der Wirtschaftsstandort Oberösterreich profitiert durch gezielte Forschungs- und Transferaktivitäten bei logistischen Herausforderungen.

Dr. Horst Treiblmaier, Professor für Forschung am Logistikum forscht gemeinsam mit Partnern der Harvard University, der City University of Hong Kong und der WU Wien. Bildquelle: Logistikum (Abdruck honorarfrei)

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