FH OberösterreichForschung & Entwicklung

NewsForschung & Entwicklung

Erfolgreiche Kunststofftechnik-Fachtagung an der FH OÖ in Wels

Kürzlich fand an der FH OÖ in Wels das 2. Welser Werkstoffkolloquium statt. Das Thema der diesjährigen Fachtagung war Reibung und Verschleiß in der Kunststoffverarbeitung. Mit rund 70 Teilnehmern stellte diese Veranstaltung einen interessanten Branchentreff von Fachleuten dar. Organisiert wurde die Tagung vom FH-Studiengang EntwicklungsingenieurIn Metall und Kunststofftechnik, dem Fachbereich Werkstofftechnik, dem Kunststoff-Cluster und dem Transfercenter für Kunststofftechnik.

Reibung und Verschleiß verursachen bei der Kunststoffproduktion hohe Kosten. In einem spannenden Programm von zehn Vorträgen aus Industrie und Wissenschaft wurden Reibungs- und Verschleißvorgänge entlang der gesamten Prozesskette beginnend beim Kunststoffrohstoff bis hin zum fertigen Bauteil behandelt.

„Wir haben den 70 Teilnehmern unter anderem unterschiedliche Verschleißeffekte und -mechanismen, die Verschleißbeständigkeit unterschiedlicher Kunststoff-Werkstoff-Paarungen sowie die Wirkung verarbeitungsnaher Materialkennwerte auf die Plastifiziertechnologie vorgestellt“, berichtet Fachbereichsleiter FH-Prof. DI Dr.mont. Gernot Zitzenbacher. Problemstellungen und neue Lösungen aus der betrieblichen Praxis im Bereich der Extrusions- und Spritzgießtechnik haben das Programm abgerundet. „Besonderes Augenmerk wurde auch auf innovative Werkstofflösungen, Beschichtungen sowie die Tribologie funktioneller Füllstoffe gelegt“, so Zitzenbacher weiter.

Unterstützt wurde das 2. Welser Werkstoffkolloquium durch die FFG im Rahmen des COIN-Aufbau Projektes Plastsurf sowie durch die Unternehmen Böhler Edelstahl, Erema Plastic Recycling Systems und Rübig.

Forschungs-Know-how im Verarbeitungsbereich
Im FH-Studiengang „EntwicklungsingenieurIn Metall und Kunststofftechnik“ steht nicht die Grundlagenforschung im Vordergrund, vielmehr geht es um anwendungsnahe Forschung und Entwicklung für die oberösterreichische Kunststoffindustrie. Ein wesentlicher Fokus im Studium wird auf die Kunststoffverarbeitung gelegt. Weiters sind die Kompetenzen auf die Schwerpunkte Kunststoffe und metallische Werkstoffe verteilt.

Dieses fächerübergreifende Know-how ist vor allem für Unternehmen der Kunststoffbranche von essenzieller Bedeutung. In der Kunststoffverarbeitung werden metallische Maschinen und Werkzeuge verwendet, sodass sich oft technische Problemstellungen aus dem Wechselwirkungsbereich von Kunststoffen und Metallen ergeben. Das konnte auch im Rahmen dieser Fachtagung sehr gut gezeigt werden. Weiters gewinnen sogenannte Compositebauteile (Faserverbundbauteile, Hybridbauteile), die aus Kunststoffen, Metallen und anderen Materialien aufgebaut sind, zunehmend neben der Luftfahrt auch im Automobil an Bedeutung.

Jetzt informieren und bewerben

Interessenten für das FH-Studium „EntwicklungsingenieurIn Metall und Kunststofftechnik“ können sich unter www.fh-ooe.at/mkt informieren und bewerben.

Vortragende aus Wissenschaft und Industrie informierten über die neuesten Entwicklungen in der Kunststoffverarbeitung. Bildquelle: FH OÖ

FH Oberösterreich Logo