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FH OÖ-Absolvent mit OCG-Förderpreis ausgezeichnet

Der Förderpreis FH der Österreichischen Computer Gesellschaft (OCG) ging heuer erneut nach Hagenberg – an Rainhard Findling, Absolvent des FH OÖ-Studiums Mobile Computing. Der Forschungsmitarbeiter am Josef-Ressel Zentrum für benutzerfreundliche Mobilsicherheit wurde damit für seine Masterarbeit ausgezeichnet, im Rahmen welcher er eine Sicherheitslösung für Mobilgeräte via Gesichtserkennung statt Pin-Code entwickelte. Der mit 2.000 Euro dotierte Preis wurde Findling am 9. Juni 2015 im Rahmen der 40-Jahrfeier der OCG in Wien überreicht.

Die OCG zeichnet mit ihrem Förderpreis-FH alljährlich Studierende an Fachhochschulen für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Informatik und Wirtschaftsinformatik aus. Sie unterstützt damit junge Expertinnen und Experten auf diesem Gebiet. Dieses Jahr wurde der Preis an FH OÖ-Absolvent Rainhard Findling (27) aus Ansfelden vergeben.

Prämierte Masterarbeit über mobile Sicherheit

In seiner Arbeit kombiniert Findling sensorische sowie biometrische Gesichtsdaten aus verschiedenen Perspektiven, um Personen an Mobilgeräten zu authentifizieren. Damit sollen Alternativen zu den weit verbreiteten Pin-Code-Eingaben vorbereitet werden, da diese Schwächen hinsichtlich Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit aufweisen. "Die Frage unserer Technologiegesellschaft ist nicht (mehr), ob man eine neue Technologie wirklich braucht, sondern wie lange man es sich noch leisten kann, diese nicht zu verwenden. Daher ist es enorm wichtig, technologischen Fortschritt durchdacht und sicher zu gestalten – auch den Umgang mit aktuellen Smartphones und Tablets“, erklärt Rainhard Findling den Hintergrund seiner Arbeit.

Mit der von ihm entwickelten App kann der Nutzer sein Gesicht über sein Mobiltelefon scannen und es so freischalten. Das funktioniert folgendermaßen: Das Smartphone wird in einem Halbkreis von rechts nach links über das Gesicht geschwenkt, Sensoren und die Kamera erkennen den zum Handy gehörenden Menschen. „Die Gesichtserkennung basiert auf 3D-Tiefendaten, konkret werden Farb- sowie Tiefendaten verschiedener Perspektiven des Benutzergesichts zur Authentifizierung kombiniert. Damit ist das Ganze sehr fälschungssicher“, sagt Findling.

Forschung in Hagenberg

Rainhard Findling ist aktuell wissenschaftlicher Mitarbeiter im Josef-Ressel Zentrum für benutzerfreundliche Mobilsicherheit (kurz u’smile) an der FH OÖ Campus Hagenberg. Unter anderem befasst er sich in seiner Forschungstätigkeit mit biometrischer sowie sensorbasierender Sicherheit. Parallel dazu arbeitet er an seiner Dissertation am Institut für Netzwerke und Sicherheit der Johannes Kepler Universität Linz. Davor absolvierte er das Bachelor- sowie das Masterstudium in Mobile Computing an der FH OÖ, welche er mit Auszeichnung abschloss.

Hagenberg-Alumni mehrfach Preisträger

Vor Rainhard Findling wurden bereits fünf andere AbsolventInnen der FH OÖ in Hagenberg mit dem OCG-Förderpreis-FH ausgezeichnet. 2013 erhielt ihn Christian Backfrieder (Studiengang Mobile Computing), 2012 Kathrin Probst (Studiengang Interactive Media), 2011 Michael Kirchner (Studiengang Sichere Informationssysteme), 2009 Jonathan Rameseder (Studiengang Bioinformatik) und 2008 Patricia Derler (Studiengang Software Engineering).

„Wir freuen uns, dass heuer wieder ein Absolvent von Mobile Computing diese Auszeichnung erhalten hat. Das ist eine schöne Anerkennung für die Leistung von Rainhard Findling und auch eine Bestätigung für die Qualität der Ausbildung, die wir hier in Hagenberg bieten“, sagt Mobile Computing-Studiengangsleiter Christoph Schaffer.

 

Rainhard Findling mit Mag. Dr. Johannes Lüthi (Leitung OCG-Förderpreis FH) bei der Preisverleihung in Wien. Bildquelle: OCG / Daniela Klemencic

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