FH OberösterreichForschung & Entwicklung

NewsForschung & Entwicklung

FH OÖ feierte mit über 200 Gästen zehn Jahre erfolgreiche F&E

Die FH Oberösterreich feierte am Dienstag in der voestalpine Stahlwelt das zehnjährige Jubiläum der Forschung & Entwicklung. Die erfolgreiche Bilanz präsentierte Dr. Johann Kastner, Leiter der FH OÖ F&E GmbH bei der F&E-Gala vor rund 250 Gästen. Es waren zahlreiche Mitarbeiter sowie Gäste aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft vertreten, darunter die Bundesminister Dr. Reinhold Mitterlehner und Dr. Karlheinz Töchterle sowie Forschungslandesrätin Mag.a Doris Hummer.

In den vergangenen zehn Jahren hat sich die FH OÖ im Bereich F&E kontinuierlich zur Nr. 1 unter Österreichs Fachhochschulen entwickelt und gehört mittlerweile zum Spitzenfeld der forschungsstärksten FH im deutschsprachigen Raum.

Nr. 1 in Österreich

Die Anzahl der Forschungsprojekte der FH OÖ hat sich seit 2005 etwa verdreifacht, der F&E-Umsatz fast vervierfacht. Der Umsatz betrug 2005 3,1 Mio. Euro, 2012 bereits 12 Mio. Euro und 2013 werden es 13,6 Mio Euro sein. Insgesamt wurde 2005 an 104 Forschungsprojekten gearbeitet, 2012 waren es 344. Die Zahl der wissenschaftlichen Vollzeit-Mitarbeiter hat sich von 66 im Jahr 2005 auf insgesamt 160 im Jahr 2012 erhöht.

„Die FH OÖ leistet mit ihren innovativen Forschungsergebnissen einen unverzichtbaren Beitrag für den Wirtschaftsstandort Oberösterreich. Seit der Gründung der F&E GmbH 2003 haben mehr als 1000 Unternehmen von der wissenschaftlichen Expertise der FH OÖ profitiert“, so Forschungslandesrätin Mag.a Doris Hummer.

Zwischen 2008 und 2012 holte die FH OÖ 37 Prozent aller österreichweit vergebenen FH-Forschungsgelder der Forschungsförderungsgesellschaft nach Oberösterreich. Allein 2012 waren es über 50 Prozent. Die FH OÖ ist damit die forschungsstärkste FH in Österreich. Darüber hinaus befinden sich zwei von österreichweit sieben Josef Ressel Zentren an der FH OÖ. Dies sind langjährige Forschungszentren an Fachhochschulen, die die Kooperation von Wirtschaft und Wissenschaft fördern und je zur Hälfte vom Wirtschaftsministerium und den beteiligten Unternehmen finanziert werden. Im 7. Rahmenprogramm der EU ist die FH OÖ an zwölf laufenden bzw. abgeschlossenen Projekten beteiligt. In vier davon hat sie die Rolle des Koordinators inne.

„Wir sind in der Forschung & Entwicklung bereits sehr gut aufgestellt. In Zukunft möchten wir aber die Internationalisierung der Forschung und damit Forschungskooperationen mit internationalen Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen in geförderten Projekten wie auch Auftragsprojekten noch weiter forcieren“, erklärt FH OÖ Geschäftsführer Dr. Gerald Reisinger.

BM Mitterlehner und Töchterle zur Bedeutung der FH-Forschung

In einer Talkrunde widmeten sich unter anderem die Bundesminister Dr. Karlheinz Töchterle und Dr. Reinhold Mitterlehner dem Thema „Chain of Innovation in Österreich“. Sie diskutierten, welche Bedeutung die FH-Forschung für den Wirtschaftsstandort Österreich hat, wie sich Forschungs-Kooperationen in wirtschaftlich unsicheren Zeiten entwickeln können oder welches Verbesserungspotenzial die Schnittstelle Forschung – Wirtschaft beinhaltet.

„Österreich muss im internationalen Wettbewerb vor allem mit Innovationen punkten. Jeder Vorsprung in Forschung und Entwicklung sichert Exporterfolge und schafft somit Wachstum und Arbeitsplätze im Inland“, sagte Wirtschaftsminister Mitterlehner. „Mit ihren vorbildlichen F&E-Leistungen wertet die Fachhochschule Oberösterreich den gesamten Standort auf. Eine enge Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft ist heute wichtiger denn je, davon profitieren gerade unsere Klein- und Mittelbetriebe", betonte Mitterlehner.

„Es gibt eine Fülle guter Gründe, warum an Fachhochschulen geforscht werden soll“, unterstrich Töchterle ihre Basisfunktion für qualitätsvolle Lehre, die Anwendungsorientierung und die enge Anbindung an regionale Interessen und Kooperationen mit Unternehmen. Neben der erfolgreichen Weiterentwicklung im Bereich Forschung gehe es ihm aber vor allem auch um einen quantitativen Ausbau der Studienplätze. „Wir werden hier nicht locker lassen, mein erklärtes Ziel ist eine Steigerung auf rund 50.000 Studienplätze in den kommenden Jahren.“

Erfolgsfaktor Forschung & Entwicklung

Um das Thema „Erfolgsfaktor F&E“ ging es in einer weiteren Talkrunde mit Mag. Eveline Pupeter, Geschäftsführerin der Emporia Telecom Produktions- und Vertriebs GmbH & Co KG, DI Günter Rübig, Vorsitzender des Rates für Forschung und Technologieentwicklung OÖ, DI Dr. Peter Schwab, Forschungsleiter der voestalpine AG, Dr. DI Peter Skalicky, stv. Vorsitzender des Rates für Forschung und Technologieentwicklung, Herbert Stöger, Geschäftsführer der X-Tention Informationstechnologie GmbH sowie sowie Ing. Karl Kletzmaier, Vorsitzender des F&E-Beirats FH OÖ.

Die Teilnehmer widmeten sich unter anderem dem Thema, wie Österreich seine F&E-Ausgaben bis 2020 steigern kann, welche Maßnahmen im Programm „Innovatives OÖ 2020“ vorgesehen sind oder was FH-Forschung im Vergleich zur Forschung an Universitäten leisten soll.

Feierten das 10-jährige F&E-Jubiläum: (v. l.) Dr. Gerald Reisinger, BM Univ. Prof. Dr. Karlheinz Töchterle, LR Mag.a Doris Hummer, Priv. Doz. Dr. Johann Kastner sowie BM Dr. Reinhold Mitterlehner. (Bildquelle: pixelkinder.com)

VertreterInnen aus Wirtschaft & Wissenschaft diskutierten über den Erfolgsfaktor F&E. (Bildquelle: pixelkinder.com)

FH Oberösterreich Logo