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FH OÖ Forschungsprojekt liefert neue Erkenntnisse in der Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Eine bessere Einschätzung der tatsächlichen Belastbarkeit des Herzmuskels wollen Forscher des Linzer FH OÖ-Studiengangs Medizintechnik mit dem Einsatz eines Atomkraftmikroskops (AFM) erreichen. Damit können neue Erkenntnisse über den Mechanismus des Herzkreislaufversagens gewonnen werden. Diese stellen mit 43 Prozent aller Sterbefälle die häufigste Todesursache in Österreich dar. Entsprechende Fördermittel des Landes Oberösterreich und der EU wurden kürzlich im Rahmen des Förderprogrammes Regio13 zuerkannt. Die fünf klinischen Partner stehen unter der Führung von Primar Rene Silye von der LNK Wagner-Jauregg in Linz.

„Oberösterreich profitiert von der F&E-Leistung der FH OÖ sehr stark. In insgesamt 13 Schwerpunkten in wesentlichen oberösterreichischen Kernthemen bietet die FH innovatives Know-how für Wirtschaft und Gesellschaft“, sagt Forschungs-Landesrätin Mag.ª Doris Hummer.

Optimierung medikamentöser Therapien

„Die mit Hilfe des AFM gewonnenen Bildinformationen von Gewebeproben kranker und risikobehafteter PatientInnen werden mit besonderen mathematischen Verfahren ausgewertet und in ein Kennzahlenmodell überführt. Dieses ermöglicht eine objektive Darstellung der Veränderungen des Herzmuskels auf Zellniveau“, erläutert Projektleiter Prof. (FH) Dr. Kurt Schilcher vom Studiengang Medizintechnik. Die Ergebnisse dieser Untersuchung könnten zur Optimierung herkömmlicher medikamentöser Therapien herangezogen werden und in die Diagnostik einfließen. Wegen der geringen Auflösung war dieser Ansatz mit den vorhandenen klassischen bildgebenden Verfahren bisher nicht möglich.

Herzmedikamente untersuchen

In einem zweiten Schritt des Projektes wird der Einfluss von herzstärkenden und kreislaufstabilisierenden Arzneimitteln auf das Herz untersucht. „Dabei wollen wir die Auswirkungen verschiedener Medikamente vergleichen und Veränderungen am Herzmuskel in Abhängigkeit ihrer Dosierung untersuchen, um neue Erkenntnisse im Entstehungsmechanismus, auch an angeborenen Herzfehlbildungen und in der Behandlung der Herzinsuffizienz zu gewinnen“, erklärt der Leiter des Institutes für Klinische Pathologie und Neuropathologie an der Landesnervenklinik Wagner-Jauregg in Linz, Prim. Dr. Rene Silye.

Innerhalb der FH OÖ sind auch ExpertInnen der Fakultäten aus Wels und Hagenberg eingebunden. Medizinische Partner sind fünf oberösterreichische Krankenhäuser unter der Führung der Landesnervenklinik Wagner-Jauregg in Linz.

Dieses Projekt wird im Rahmen des Programms „Regionale Wettbewerbsfähigkeit OÖ 2007-2013 aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung sowie aus Mitteln des Landes OÖ gefördert.

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