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FH OÖ im Österreich-Vergleich bei Forschung Spitzenreiter

Mit 356 Projekten – 96 davon neu gestartet ¬– und 429 wissenschaftlichen Publikationen von insgesamt 210 Vollzeit-MitarbeiterInnen konnte die FH OÖ im Jahr 2016 einen F&E-Umsatzrekord erwirtschaften: Mit einem Plus von 21 % liegt der Forschungs- & Entwicklungs-Umsatz 2016 bei 17,34 Mio. Euro. Die FH OÖ ist damit im Österreich-Vergleich mit anderen Fachhochschulen Spitzenreiter.


Sowohl in der angewandten Forschung als auch in der Auftragsforschung konnte der Auftragsstand an den vier Fakultäten der FH OÖ in Hagenberg, Linz, Steyr und Wels gegenüber dem Vorjahr  um 1,4 Mio. Euro auf 31,5 Mio. Euro erhöht werden. „Oberösterreich hat mit der FH OÖ Forschung & Entwicklung eine exzellente Bildungs- und Forschungseinrichtung, die insbesondere in der Fachhochschulforschung zum absoluten Spitzenfeld im deutschsprachigen Raum zählt. Das Land OÖ profitiert von der F&E-Leistung der FH OÖ sehr stark“, so Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Thomas Stelzer.

Zusammenarbeit mit 600 Unternehmen

600 Unternehmen aus Wirtschaft und Gesellschaft profitiere­n vom Know-how der FH  OÖ-ForscherInnen ­– wie die voestalpine AG. Aus der Kooperation mit der voestalpine AG entstanden zahlreiche Projekte, wie zum Beispiel die Erforschung und Entwicklung neuer, dichtereduzierter Leichtbaustähle für die Automobilanwendung, wobei die Legierungen hinsichtlich ihrer mechanischen Eigenschaften untersucht werden. „Eine Forschungskooperation mit der FH OÖ bringt zahlreiche Vorteile, deshalb investiert die voestalpine AG auch jährlich rund 900.000€ an Forschungsmitteln. In der Zusammenarbeit mit den FH-Fakultäten schätzen wir das vorhandene spezielle Know-how und die Ressourcen für detaillierte Untersuchungen und Auswertungen“, so Dr. Franz Androsch, Leiter des Bereichs Konzernforschung der voestalpine AG.

Erfolgreich bei vielen Förderprogramme

Mit der Unterstützung von EU, Bund und Land OÖ konnten auch 2016 wieder zahlreiche Projekte initiiert werden. Das Land OÖ unterstützt die Forschung der FH OÖ -  neben der Basisfinanzierung von 1 Mio. Euro für Forschung und Entwicklung -  mit der Finanzierung von Projekten in Exzellenzbereichen. Die sechs „Center of Excellence“, die in Anlehnung an das Wirtschafts- und Forschungsprogramm  „Innovatives OÖ 2020“ geschaffen wurden, konnten 2016 erfolgreich weitergeführt und weiterentwickelt werden. Die größten Akquisitionserfolge konnten bei den diversen Programmen der FFG allen voran dem Programm COIN, beim Call „Smart Mobility“ im Zuge des strategischen Wirtschafts- und Forschungsprogramms „Innovatives OÖ 2020“ sowie bei Interreg Österreich-Tschechien 2014-2020 und diversen EU-Programmen erzielt werden.  

Highlights in der Forschung

Zu den Forschungserfolgen der FH OÖ zählen u.a. folgende Projekte:

Call „Smart Mobility“

Im Zeichen von „Smart Mobility“ stand ein von Oberösterreich und der Steiermark gemeinsam durchgeführter Call. Zu den Themenbereichen „Connected Mobility“, „Smart Powertrains“, „Smart Materials & Production“ und „Smart Logistics“ wurden insgesamt 42 Projekte eingereicht, wovon schlussendlich 7 Projekte mit 3,5 Mio. Euro gefördert wurden . Die FH OÖ ist an 3 dieser Projekte beteiligt und erhält rund ein Sechstel der gesamten Förderung.

Programm COIN (Cooperation & Innovation)

Bei der Förderungsausschreibung zu den neuen COIN-Projekten schüttete der Bund 9,3 Mio. Euro an Fördergeldern aus, wovon 2,6 Mio. Euro nach Oberösterreich gingen. Das entspricht 3 von 14 genehmigten Projekten, welche allesamt von der FH OÖ koordiniert werden.

Medizintechnik-Forschung

Um die Forschung rund um das Thema Medizin und Technik weiter voranzutreiben, hat die FH OÖ das neue fakultätsübergreifende „TIMed Center – Technological Innovation in Medicine“ gegründet. In diesem arbeiten ForscherInnen interdisziplinär zusammen, um Lösungen für technische Fragestellungen aus der Medizin, Biomedizin, Biologie, Biochemie, Molekularbiologie, Biophysik, Bioinformatik und Lebensmittelforschung zu entwickeln. Für fünf Jahre (bis 2020) erhält die FH OÖ nun dafür eine Basisfinanzierung von 1,25 Mio. Euro vom Land OÖ.

Erweiterung des Energieschwerpunktes

Durch die Integration von „ASiC“ wurden die Energieforschung an der FH OÖ erweitert und wesentlich gestärkt. Die bislang außeruniversitären Forschungseinrichtungen der ASiC (Austria Solar Innovation Center) ist an der FH OÖ am Studiengang Öko Energietechnik angedockt. Die neue Forschungsgruppe beschäftigt insgesamt 12 Personen und führt Forschungsvorhaben in den Bereichen der Erneuerbaren Energietechnologien (insbesondere Solartechnik) und Wärmetechnik und –speicherung durch und bearbeitet auch Fragen des Energiemanagements.

K1-Zentrum für Lebensmittelforschung genehmigt

Im Jahr 2016 wurde das  K1-Kompetenzzentrum für Feed und Food Quality, Saftey  & Innovation (FFoQSI)  mit einem Gesamtvolumen von 16,6 Mio. Euro genehmigt. Die  FH Oberösterreich, Campus Wels, ist mit 28% maßgeblich an FFoQSi beteiligt. Die operative Leitung am Standort Wels erfolgt durch FH-Prof. Dr. Julian Weghuber, FH-Prof. Dr. DI Otmar Höglinger und Dr. Peter Lanzerstorfer. Ziel des FFoQSI ist es, die Futter- und Lebensmittelproduktion besserer, sicherer und nachhaltiger zu machen, Innovationen voranzutreiben. Das betrifft auch die Produktionswege und –systeme, die für den Gewinn und die Verarbeitung der Lebensmittel notwendig sind. Diese sind Teil der sogenannten Wertschöpfungskette, die mit dem Anbau beginnt und über die Verarbeitung bis hin zur Verpackung der Futter- und Lebensmittelreicht.

FH OÖ konnte ihre Spitzenposition als forschungsstärkste FH in Österreich weiter ausbauen. Im Bild das „Smart Manufacturing Lab“ am FH OÖ Campus Wels. Bildquelle: FH OÖ/imBilde.at

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