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FH OÖ-Studie: Erste Bestandsaufnahme zur Hospiz- und Palliativversorgung in Österreich

Alte Menschen kommen in immer schlechterem Gesundheitszustand - multimorbid und oftmals an Demenz erkrankt - ins Pflegeheim. Hospiz- und Palliative Care nehmen daher in Alten- und Pflegeheimen einen immer größeren Stellenwert ein. Daten darüber, ob und in welchem Ausmaß Hospiz- und Palliative Care in den Alten- und Pflegeheimen Österreichs bereits stattfinden, liegen bislang bundesweit jedoch nicht vor. Eine Studie des Departments für Gesundheits-, Sozial- und Public Management an der Linzer Fakultät der FH Oberösterreich soll das nun ändern.

Zentrale Zielsetzung dieses Forschungsprojekts ist es daher, mittels standardisierter Fragebogenerhebung die Situation in den rund 800 Alten- und Pflegeheimen Österreichs zu erheben und auf Landes- und Bundesebene auszuwerten. Die Ergebnisse dienen als umfassende Datengrundlage für die Sozial- und Gesundheitsplanung der politischen Entscheidungsträger sowie für Träger der Alten- und Pflegeheime.

Auftraggeber dieses von Prof. (FH) Dr. Renate Kränzl-Nagl geleiteten Projektes ist Hospiz Österreich in Kooperation mit dem Bundesverband der Alten- und Pflegeheime Österreichs. Präsidentin von Hospiz Österreich ist übrigens die ehemalige steirische Landeshauptfrau Waltraut Klasnic. „Hospizkultur und Palliative Care im Alten- und Pflegeheim bedeutet die ganzheitliche, interdisziplinäre Versorgung und Betreuung von BewohnerInnen in ihrem letzten Lebensabschnitt. Es geht hier also um ein Thema von hoher gesamtgesellschaftlicher Tragweite“, skizziert Projektleiterin Kränzl-Nagl die Bedeutung des Projekts. Die Ergebnisse der Untersuchung sollen bis Mitte November 2012 vorliegen.

Prof. Renate Kränzl-Nagl und ihre Forschungsmitarbeiterin Barbara Nußbaumer untersuchen erstmals die Hospiz- und Palliativversorgung alter Menschen in ganz Österreich. Bildquelle: FH OÖ (Abdruck honorarfrei)

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