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FH OÖ zieht Erfolgsbilanz bei Call Medizintechnik im Rahmen des strategischen Programmes „Innovatives OÖ 2020“

4 von 8 genehmigten Projekten mit FH OÖ-Beteiligung

Die Ergebnisse zum Call Medizintechnik (Gesundheitswesen, alternde Gesellschaft) im strategischen Programm „Innovatives OÖ 2020“ sind für die FH OÖ sehr erfreulich. Bei der Hälfte alle Projekte ist die FH OÖ beteiligt, wobei sie bei 3 Projekten die Koordination innehat. Insgesamt wurden der FH OÖ 0,45 Millionen Euro an Fördermitteln zuerkannt.

„Die FH OÖ hat mit diesen Projekten einmal mehr die Möglichkeit gemeinsam mit kompetenten Partnern an zukunftsrelevanten Themen zu forschen“, zeigt sich Dr. Johann Kastner, Leiter der FH OÖ Forschungs & Entwicklungs GmbH erfreut.

Die 4 genehmigten Projekte der FH OÖ sind:

  • NeedleTutor – Simulation von Untersuchungen am Rückenmark (Projektleiter FH-Prof. Dr. Schrempf, Fakultät Linz), Partner: AKH Linz, Klinikum Wels, Haratech GmbH:
    Ein Forscherteam des Studienganges Medizintechnik in Linz entwickelt gemeinsam mit Experten des AKH Linz, des Klinikum Wels-Grießkirchen sowie der Firma Haratech einen hybriden chirurgischen Simulator. Damit können Ärzte im Rahmen der Aus- und Weiterbildung unterschiedliche, rückenmarksnahe Eingriffe unter möglichst realen Bedingungen trainieren. Ein Patientenphantom mit künstlichen Knochen und Weichteilen sorgt für ein reales haptisches Feedback und ermöglicht das Verwenden der realen Instrumente. Ein Computermodell ergänzt das Patientenphantom und erlaubt die 3D-Darstellung der Anatomie sowie eine Bildgebung ohne Röntgenstrahlung. Die medizinische Evaluierung des Simulators erfolgt in einer abschließenden Studie.

  • Thrombotherm – Verlängerung der Haltbarkeit von Blutkonserven (Projektleiterin: Dr. Plochberger, Fakultät Linz), Partner: Catalyst GmbH, Ludwig Boltzmann Gesellschaft:
    Das Projekt Thrombotherm beschäftigt sich damit, wie stark die Haltbarkeit von Thrombozyten-Konserven von den Lagerungs- und Transportbedingungen beeinflusst wird. Mithilfe hochauflösender Mikroskopie-Techniken werden einerseits morphologische Zell-Veränderungen wie auch andererseits auf molekularer Ebene Protein-Aggregation temperaturabhängig untersucht und mittels Echtzeit-Datenanalyse verwertet. Diese Ergebnisse können zur Verlängerung der Haltbarkeit der Konserven eingesetzt werden; zudem erlaubt die Echtzeit-Analyse den Zustand der Thrombozyten jederzeit zu bestimmen.

  • ArthroKnee – Optimale Operationsplanung am Knie durch 3D-Modell (Projektleiter: Dr. Senck, Fakultät Wels), Partner: Klinikum Wels, CDE - Communications-Data-Engineering GmbH:
    Der Fokus von ArthroKnee liegt auf der mikro-computertomographischen Untersuchung von Knochenproben bei Patienten mit Kniearthrose und der Generierung von individualisierten 3D-Modellen des Kniegelenks aus 2D-Röntgendaten. Die Ergebnisse werden dem Orthopäden und orthopädischen Chirurgen in Form einer Softwareanwendung zur Verfügung gestellt, um die Operationsplanung in Hinsicht auf die 2D/3D-Rekonstruktion und Auswahl des angemessenen Implantats zu optimieren. ArthroKnee liefert außerdem wertvolle Mikrostruktur-Informationen für die Weiterentwicklung und Verbesserung aktueller Implantat- und Fixationskonzepte mit dem Ziel, die Versorgung von Arthrose-Patienten in einer alternden Gesellschaft zu verbessern und durch optimierte Behandlungsmöglichkeiten Kosten im Gesundheitssystem einzusparen.

  • Screening 2.0 – Diabetes-Diagnose und Prävention ohne Eingriffe (Projektleiterin FH OÖ: DI(FH) Viktoria Dorfer, Fakultät Hagenberg), Koordinator: DPI Holding GmbH:
    Im Projekt „Screening 2.0“ unter der Leitung von kbprintcom.at Druck & Kommunikation GmbH beschäftigen sich ForscherInnen eines multilateralen Konsortiums mit der Entwicklung eines umfassenden Konzepts für nicht invasive Diagnosetools für individuelles, flächendeckendes, anwenderfreundliches Screening für Diabetes in Verbindung mit E-health-Anwendungen. An diesem Projekt beteiligt sind neben kbprintcom Forscherinnen und Forscher der Bioinformatik Forschungsgruppe der FH OÖ, die Kompetenzzentrum Holz GmbH, die Hartmann Druckfarben GmbH und das B&S Zentrallabor (KH der Barmherzigen Schwestern und Brüder).
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Die FH OÖ koordiniert 3 Projekte im Bereich Medizintechnik im Rahmen des Programms „Innovatives OÖ 2020“. Bildquelle: FH OÖ/Smetana

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