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ForscherInnen der FH Oberösterreich fragten nach: Wie würde die Jugend Europa regieren?

1231 in Österreich lebende junge Menschen zwischen 16 und 25 Jahren wurden gebeten zu verraten, was sie als „EU-VorsitzendeR für einen Tag“ tun würden. Aus einer Liste von 39 Themen konnten sie jeweils fünf Schwerpunkte setzen. Die Top-3 im Endergebnis einer von der FH Oberösterreich durchgeführten Studie sind: Menschenrechte, Bildung und Sicherheit. Ein klares Votum kommt von den Jungen auch in puncto der EU-Zugehörigkeit Österreichs. Für eine satte Mehrheit von deutlich über 80 Prozent steht fest, die Zukunft des Landes liegt in Europa.


Dass die Studie die Menschenrechte als wichtigstes Thema unter den befragten 16 – 25-Jährigen ausweist, verdanken sie vor allem den Frauen. Während die Menschenrechte für 26 Prozent der Männer die Prioritätenliste anführen, liegt der Anteil bei den Frauen sogar bei 48 Prozent. Insgesamt führt das Thema mit 38,7 Prozent die Agenda an, Bildung und Sicherheit liegen mit 35,5 sowie 32,7 Prozent in Reichweite. Auf den Plätzen folgen Freiheit, Umwelt, Gesundheitsversorgung und Arbeitslosigkeit.

Größte Sorgen: Krieg und Terror

1298 Personen beantworteten im Rahmen der repräsentativen wissenschaftlichen Studie die Frage nach der größten Sorge, die sie in Bezug auf Europa hegen. Hier lagen zwei Themen mit je 32,6 Prozent deutlich voran – „Krieg in Europa“ und „Terror“. Interessant ist, dass die Angst vor Krieg und Terror bei den jungen Männern noch höher liegt als bei den Frauen. Das konkrete Alter innerhalb der Spektrums, der Bildungsgrad und eine Geburt innerhalb oder außerhalb von Österreich spielen dabei den Studienergebnissen nach keine Rolle.

Kein „Öxit“ nach dem „Brexit“

„Die EU steht trotz diverser Krisen bei den in Österreich lebenden jungen Menschen sehr hoch im Kurs“, stellt Studienleiterin FH-Prof. PD Dr. Dagmar Strohmeier vom Department für Soziale Arbeit der FH Oberösterreich in Linz im Resümee fest. 83,7 Prozent jener 1126 Personen, welche diese Frage beantwortet haben, sind für einen Verbleib Österreichs in der EU. „Die Frauen sind dabei ein kleines bisschen noch mehr Pro-EU gestimmt. Hinsichtlich des Bildungsgrades konnten wir keine Unterschiede erheben, allerdings votieren unter den nicht in Österreich geborenen Befragten mit 92 Prozent noch mehr für die Europäische Union“, so Strohmeier weiter.

Die Studie ist Teil des laufenden Projektes „Europe 2038“, welches Dagmar Strohmeier und ihr Team für die FH Oberösterreich und sechs weitere Universitäten in Großbritannien, Italien, Spanien, Rumänien, Deutschland und Albanien koordinieren.

Mehr Ergebnisse unter:http://www.europe2038.eu/at/umfrage/ergebnisse/

Dieses Projekt wird aus dem EU-Programm „Europe for Citizens“ (EACEA 2015) gefördert.

Die Verantwortung für den Inhalt dieser Publikation tragen allein die Verfasser/innen. Die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.

Junge Menschen, die in Österreich leben, sehen Europa zusammenwachsen – und finden das gut so. Bildnachweis: FH OÖ

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