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Internationales Forschungsprojekt in der Automobilbranche unter der Leitung der FH OÖ Fakultät für Management Steyr

Die Steyrer Fakultät für Management der FH Oberösterreich hat ein internationales Forschungsprojekt in der Automobilbranche ins Leben gerufen und leitet das EU-geförderte Projekt. Gemeinsam mit Partneruniversitäten aus Italien, Polen und Tschechien, der KTM-Sportmotorcycle AG und Škoda Auto wird daran gearbeitet, die KfZ-Händler fit für die Zukunft zu machen. Aber nicht nur den bestehenden Händlern soll mit Trainingskonzepten unter die Arme gegriffen werden, die Forschungstätigkeit zielt auch auf die Ausbildung zukünftiger Händler- und Verkäufergenerationen ab: Letztlich sollen adäquate Lehrkonzepte und -materialen für Hochschulen entwickelt werden.

Der Automobilbereich gilt als Wachstumsmotor und dient oft als Maßstab für andere Branchen, der Markt ist sehr dynamisch. Die Händlerstruktur dazu besteht aus Klein- und Mittelbetrieben, die das Rückgrat der europäischen Wirtschaft bilden und für die Beschäftigung auch in Zukunft enorm wichtig sind. Um die Händler langfristig erfolgreich zu machen, fördert die EU – genauer die EACEA (Education, Audiovisual & Culture Executive Agency) – das dreijährige Forschungsprojekt finanziell. Für die Förderung des Projektes ausschlaggebend war die Verbindung von Wissenschaft und Wirtschaft: das Projekt soll letztlich Lehrkonzepte und -materialen sowohl für die Händler als auch für den Hochschulsektor entwickeln. Denn nur gut ausgebildetes Verkaufspersonal mit länderspezifischen Kenntnissen und interkulturellen Kompetenzen kann auf die vielfältigen, sich ständig ändernden Markt- und Kundenerfordernisse rasch reagieren. Und die Automobilindustrie braucht ein funktionierendes Händlernetz mit einer engagierten Verkaufsmannschaft, um langfristig erfolgreich zu bleiben.

Kooperation von Wissenschaft & Wirtschaft

Die FH OÖ Fakultät für Management in Steyr hat ihre Partnerhochschulen, die Università Politecnica delle Marche (Ancona, Italien), die Škoda Auto Universität (Prag, Tschechien) und die University of Gdańsk (Danzig, Polen) für das Projekt begeistert sowie Škoda Auto und die KTM-Sportmotorcycle AG ins Boot geholt. Hinzu kommt noch die Firma Snap-On Business Solutions, die als Dienstleister im Bereich Software, Beratung und Schulung von Händlern im Bereich „Automotive“ agiert. Die Unternehmen steuern ihr Wissen um die Markterfordernisse und vielfältigen Herausforderungen an die internationalen Distributoren und VerkäuferInnen bei. Die Hochschulpartner greifen auf ihr Know-how in Ausbildung und Lehre, Marktforschung, im interkulturellen Management und Projektmanagement zurück.

Ausbildung als Schlüsselfaktor für Qualität & Erfolg

Ausgehend von einer internationalen Händlerbefragung konnten nun die Schwachstellen bei den Automobil- und Motorradhändlern identifiziert werden: sicher ändernde gesetzliche Rahmenbedingungen, die Chancen und Risiken der neuen Medien und Social Media oder die Strategien der Hersteller sind den Händlern großteils nicht bewusst oder nicht bekannt. Aus diesen Erkenntnissen soll im nächsten Schritt ein Online-Selbstevaluierungs-Instrument für die Händler entwickelt werden. Darauf können dann Trainingskonzepte und Lernmaterialien aufsetzen. Mag. Christian Stadlmann, der am Steyrer Studiengang „Global Sales and Marketing“ lehrt und das Projekt seitens der FH OÖ in Steyr leitet, erläutert: „Wir wollen die Händler bestmöglich weiterqualifizieren, aber noch einen Schritt darüber hinaus gehen. Für Hochschulen und Ausbildungsstätten werden wir ebenso Lehrkonzepte samt Lehrmaterialien entwickeln, um den Automobilbereich langfristig mit gut ausgebildeten Sales ManagerInnen und VerkaufsmitarbeiterInnen erfolgreich zu machen.“

Alle Materialien und auch der Selbstevaluierungs-Test aus dem Projekt werden öffentlich verfügbar gemacht.

Zum Projekt gibt es eine eigene Website:www.new-distribution-skills.eu

Nähere Informationen: christian.stadlmann@fh-steyr.at

 

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