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Mechatronik/Wirtschaft-Studierende forschen zu kollaborierender Robotik

Junge MitarbeiterInnen forschen und entwickeln bei BRP-Rotax und dem RIC an den Arbeitsplätzen der Zukunft. Bei BRP-Rotax befinden sich sogenannte Human Centered Workplaces (personenorientierte roboterunterstützte Arbeitsplätze) gerade in der Testphase. Doris Wahlmüller und Andreas Stolz studieren beide berufsbegleitend Mechatronik/Wirtschaft an der FH OÖ in Wels und forschen im Rahmen des Projektes „Enterprise 4.0“, wie sogenannte „kollaborierende Roboter“ im Arbeitsprozess Menschen zur Hand gehen können.

 

 


Enterprise 4.0 ist ein branchenübergreifendes Kooperationsnetzwerk, das vom Mechatronik Cluster NÖ/OÖ initiiert wurde und mit der ecoplus Niederösterreichs Wirtschaftsagentur, der FH Oberösterreich und der FH Krems kooperiert. Es sollen praktische und wissenschaftliche Fragestellungen zum Themenkomplex Industrie 4.0 beantwortet werden.

Ein Beispiel für solche Forschungsfragen ist die Entwicklung von Human Centered Workplaces. Dabei geht es darum, dass Roboter als Assistenten im Arbeitsprozess eingesetzt werden. Bei BRP-Rotax sollen diese beispielsweise das Heben von schweren Teilen oder monotone Tätigkeiten übernehmen. Der Roboterarm ist dabei mit einer speziellen Sensortechnik ausgestattet, der im Fall von Kollisionen die Maschine automatisch stoppt.

Die beiden Mechatronik/Wirtschaft-Studierenden Mag. Doris Wahlmüller (31, RIC Regionales Innovations Centrum) und Andreas Stolz (27, BRP-Rotax) arbeiten gerade an einem Projekt für kollaborative Robotik im Rahmen des Enterprise 4.0 Industrieforum.

Doris Wahlmüller entwickelt im RIC die entsprechenden Trainingsprogramme. Ab Herbst 2017 sollen diese Trainings über die ROTAX Akademie allen Interessierten angeboten werden. „Da der Einsatz kollaborativer Roboter noch am Anfang steht, werden bis zum Projektende 2020 noch einige spannende aber auch herausfordernde Aufgaben auf mich zukommen“, erzählt Wahlmüller, die einen Abschluss als Wirtschaftpädagogin hat und nun berufsbegleitend Mechatronik/Wirtschaft studiert.

Ihr Studienkollege Andreas Stolz ist bei BRP-Rotax als Lehrlingsausbilder tätig. Er ist für den Einsatz der neuen Technologien in der Praxis zuständig. Derzeit werden gerade Roboter für Human Centered Workplaces programmiert und getestet. „Ich beschäftige mich bei der kollaborativen Robotik intensiv mit der Schulung für diese neuen Technologien. Grund für die Entscheidung MEWI zu studieren, war die Kombination des technischen und wirtschaftlichen Bereichs“, sagt Stolz.

Ziel der Unternehmen ist es, fit für die Umbrüche im Industriezeitalter 4.0 zu sein. BRP-Rotax und das RIC laden ab September 2017 alle Interessierten ein, die neuen Technologien in der ROTAX Akademie kennen zu lernen.

Neuer Studienplan: Industrie 4.0 fließt ein

Im Wandel der digitalen Transformation ist es für die oö Wirtschaft enorm wichtig, auch das Potential der bestehenden MitarbeiterInnen zu nutzen und diese in den Kernkomptetenzen der Industrie 4.0 (Mechatronik und Informations- & Kommunikationstechnik) weiter zu bilden. So können sich die heimischen Firmen auch weiterhin am internationalen Markt erfolgreich behaupten.

"Der FH-Studiengang Mechatronik/Wirtschaft setzt mit der Änderung des Studienplans neue Ausbildungsschwerpunkte in der IT zur Konzeptionierung, Programmierung und Inbetriebnahme von digitalen Produktionsanlagen. Das macht bestehende MitarbeiterInnen fit für die Digitalisierung", bestätigt Studiengangsleiter FH-Prof. Dr. Mario Jungwirth.

v.li.n.re.: FH-Prof. DI Dr. Mario Jungwirth (FH OÖ), Mag. Doris Wahlmüller (RIC), Andreas Stolz (BRP Rotax), Ing. Harald Bleier (ecoplus. NÖ Wirtschaftsagentur) und Prof.(FH) Mag. Gerhard Kormann (FH Krems). Foto: FH OÖ

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