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Neues Kompetenzzentrum für Futter- und Lebensmittelsicherheit FFoQSI eröffnet

Gemeinsam forschen die Fachhochschule Oberösterreich, die Veterinärmedizinische Universität Wien und die Universität für Bodenkultur entlang der gesamten pflanzlichen und tierischen Lebensmittelkette. Im Jahr 2016 wurde das K1-Kompetenzzentrum für Feed and Food Quality, Saftey and Innovation (FFoQSI) im Rahmen des COMET-Kompetenzzentrenprogramms von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) genehmigt, am 16. März 2017 wurde es feierlich eröffnet. Die FH Oberösterreich ist mit 28% maßgeblich an FFoQSI beteiligt. Die operative Leitung am Standort Wels erfolgt durch FH-Prof. Dr. Julian Weghuber.

 


Das Kompetenzzentrum ist ein europäisches Leuchtturmprojekt, in dem erstmals entlang der gesamten Futter- und Lebensmittelproduktionskette geforscht wird. Die Begriffe Feed and Food verdeutlichen, dass Futter- und Lebensmittelproduktion inhaltlich ineinander greifen. Nur sicheres Futter garantiert auch eine hohe Lebensmittelqualität auf den Tellern der KonsumentInnen. FFoQSI verfolgt daher ein transdisziplinäres Konzept und bindet die Expertise unterschiedlicher wissenschaftlicher Fachrichtungen ein.Am 16. März 2017 wurde das erste COMET-Kompetenzzentrum für Futter- und Lebensmittelsicherheit  im Universitäts- und Forschungszentrum Tulln (UFT) eröffnet.  „Wir sind besonders stolz darauf, dass die FH Oberösterreich am ersten COMET Kompetenzzentrum zur Sicherung der Futter- und Lebensmittelproduktion beteiligt ist und das Kompetenzzentrum in Wels eine Außenstelle haben wird. Die FH OÖ kann dadurch den Forschungsschwerpunkt für ‚Lebensmitteltechnologie und Ernährung‘ weiter ausbauen und stärken“, so FH-Prof. PD DI Dr. Johann Kastner, Leiter der FH OÖ Forschungs & Entwicklungs GmbH.


Internationales Pionierprojekt: Mehrwert für die Gesellschaft

Ziel von FFoQSI ist es, die heimische Futter- und Lebensmittelproduktion sicherer und nachhaltiger zu machen und Innovationen voranzutreiben. Das betrifft auch die Produktionswege und -systeme, die für den Gewinn und die Verarbeitung der Lebensmittel notwendig sind. Diese sind Teil der Wertschöpfungskette, die mit dem Pflanzenanbau beginnt und über die Verarbeitung bis hin zur Verpackung der Futter- und Lebensmittel reicht. Wissenschaftlicher Leiter von FFoQSI ist Martin Wagner, Leiter des Instituts für Milchhygiene der Vetmeduni Vienna. Die Forschung von FFoQSI deckt Themenschwerpunkte entlang der gesamten Wertschöpfungsketten pflanzlicher und tierischer Lebensmittel ab. Dafür vereint FFoQSI die Stärken unterschiedlicher Fachdisziplinen entlang der Produktionsketten. Neben der FH OÖ steuern WissenschafterInnen der Universität für Bodenkultur Wien, der Vetmeduni Vienna, des AIT (Austrian Institute of Technology GmbH), der AGES (Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) sowie von RECENDT (Research Center for Non Destructive Testing) ihr Know-how bei. Die FH OÖ ist mit der Veterinärmedizinischen Universität Wien (Vetmeduni Vienna) und mit der Universität für Bodenkultur (BOKU Wien) Konsortialpartnerin. Unter dem Dach der neuen Forschungseinrichtung werden so insgesamt sechs wissenschaftliche Partnereinrichtungen aus Forschungs- und Universitätsbetrieb vereint. Über 30 Partnerunternehmen sind in das Projekt eingebunden und profitieren direkt von den Erkenntnissen der Forschung.


Forschungsschwerpunkte am FFoQSI Standort Wels

Die Forschungsaktivitäten in Wels konzentrieren sich hauptsächlich auf die Charakterisierung und industrielle Einsetzbarkeit von pflanzlichen Roh- und Inhaltsstoffen, sowohl in Lebens- als auch in Futtermitteln. „In diesem Zusammenhang steht besonders die physiologische Wirkung ausgewählter Substanzen im Vordergrund. Die Erkenntnisse sollen in die Entwicklung innovativer funktioneller Produkte münden. Weitere Fragestellungen sind die Etablierung von Nachweismethoden toxischer Substanzen, die im Zuge von Produktionsprozessen auftreten, die Reduktion mikrobieller Belastungen, sowie Möglichkeiten der Reststoffverwertung“, so FH-Prof. Dr. Julian Weghuber.

Forschungsgruppe rund um FH-Prof. Dr. Julian Weghuber (ganz rechts) Foto: FH OÖ

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